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Sanierung der Leeshauser Straße in Hamswehrum abgeschlossen

Krummhörn, den 23.04.2026 – Die Sanierung der Leeshauser Straße in Hamswehrum ist abgeschlossen. Im Zusammenhang mit dem Deichausbau auf Höhe Hamswehrum wurde die rund zwei Kilometer lange Strecke erneuert und an die heutigen Anforderungen angepasst.

Die Straße hat eine zentrale Bedeutung für den Ort. Als wichtige Deichverteidigungs- und Wirtschaftsstraße stellt sie die Zufahrt zum Hauptdeich sicher und erfüllt damit eine wesentliche Funktion für den Küstenschutz und im Katastrophenfall. Gleichzeitig dient sie der Erschließung für Anliegerinnen und Anlieger sowie landwirtschaftliche Betriebe. Auch Radfahrerinnen und Radfahrer nutzen die Strecke regelmäßig.

Ein besonderer Schwerpunkt der Maßnahme lag auf der Ressourcenschonung. Die bestehende Betonfahrbahn wurde vollständig zurückgebaut und vor Ort wiederverwendet. Rund 2.700 Tonnen Betonplatten wurden gebrochen, gesiebt und als Baustoff im neuen Straßenunterbau eingesetzt.

Im Anschluss wurde eine neue Asphaltfahrbahn hergestellt. Für den Fahrbahnaufbau wurden etwa 2.450 Tonnen Asphalttragschicht und rund 770 Tonnen Asphaltdeckschicht eingebaut.

Die Fahrbahn wurde von 3,0 auf 3,5 Meter verbreitert. Zusätzlich wurden die Bermen mit einer etwa 35 Zentimeter starken Schotterschicht um insgesamt einen Meter erweitert. Dadurch ist die Straße besser und sicherer befahrbar, insbesondere für den Einsatz im Küstenschutz sowie für landwirtschaftliche Verkehre.

Die Bauarbeiten begannen im Februar 2026 und konnten im vorgesehenen Bauzeitraum umgesetzt werden. Die Maßnahme ist inzwischen abgeschlossen.

Bereits im Vorfeld wurden die Planungen im Dorfgemeinschaftshaus Hamswehrum öffentlich vorgestellt. Anwohnerinnen und Anwohner nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Hinweise einzubringen. Diese wurden im weiteren Planungsprozess berücksichtigt. Ein Schwerpunkt lag dabei auch auf der Verkehrsführung während der Bauphase, um zusätzliche Belastungen innerhalb der Ortschaft möglichst gering zu halten. Die Baustelle wurde daher überwiegend über die Kreisstraße und die deichseitige Zufahrt angefahren. Auch während der Bauzeit standen die beteiligten Institutionen sowie die ausführende Firma für Rückfragen zur Verfügung.

Oberdeichrichter Gerd Udo Heikens erklärt: „Die Leeshauser Straße ist eine wichtige Verbindung zum Hauptdeich. Mit dem Ausbau ist die Erreichbarkeit für den Küstenschutz langfristig gesichert.“ Bürgermeisterin Looden ergänzt: „Die Maßnahme wurde in enger Abstimmung aller Beteiligten umgesetzt. Die Zusammenarbeit hat sich auch bei diesem Projekt erneut als sehr verlässlich und konstruktiv erwiesen. Hinweise aus dem Ort konnten frühzeitig aufgenommen und berücksichtigt werden.

Die Baumaßnahme wurde gemeinsam von der Deichacht Krummhörn, dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Betriebsstelle Aurich, der Gemeinde Krummhörn sowie der ausführenden Firma Hermann Jansen aus Aschendorf durchgeführt und inzwischen abgenommen.

Als Ausgleich für die zusätzlich versiegelten Flächen wurde in unmittelbarer Nähe des Campener Leuchtturms eine rund 500 Quadratmeter große Kompensationsfläche geschaffen. Ein bestehendes Stillgewässer wurde hierfür naturnah um eine Flachwasserzone erweitert – ein Gewinn für Natur und Artenvielfalt.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 948.000 Euro brutto.

Mit der Fertigstellung steht die Strecke wieder uneingeschränkt zur Verfügung. Die Anbindung an den Hauptdeich ist dauerhaft gesichert.

V. l. n. r.: Frank Rosenberg, Deichacht Krummhörn – Dieter Carsjens, Deichacht Krummhörn – Thomas Hoffmann, NLWKN, Betriebsstelle Aurich – Hilke Looden, Bürgermeisterin – Gerd Udo Heikens, Oberdeichrichter – Ina Droll-Dannemann, Gemeinde Krummhörn – Herbert Pastille, Gemeinde Krummhörn – Holger Schmidt, Firma Hermann Jansen, Aschendorf – Lübbe Lübben, NLWKN, Betriebsstelle Aurich

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